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Montag, 6. Januar 2014
Kriminelles zum sechsten Januar
Eine Runde Mitleid für den Schwerverbrecher: Am 06.01.1939 wurde Alphonse Capone wegen guter Führung aus dem Knast entlassen, nachdem er offenbar heftig unter der Haft gelitten haben muss. Oder war es die Syphilis? Nun ja, er hätte auf den guten alten Spruch hören sollen: Kannst du den Knast nicht übersteh'n, sollst du keine Dinger dreh'n!
Sonntag, 5. Januar 2014
Kriminelles zum fünften Januar
Wenn der 5. Jänner kriminelle Gedanken hervorbringt, dann ja wohl der Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt, der am 05.01.1921 das Licht der Welt erblickte und wie kaum ein anderer eindrucksvoll bewies, dass Kriminalromane auch Literatur sein können. In diesem Sinne, liebe Schreiberlinge, versucht es ihm nachzumachen, wenn schon nicht gleichzutun ...
Samstag, 4. Januar 2014
Kriminelles zum vierten Januar
Wer kennt sie nicht, die allgegenwärtigen Krimikatzen? Sie lösen Fälle, oder verhindern die Erfindung von Kriminalgeschichten, indem sie sich auf den Tastaturen ihrer schreibenden Frauchen herumfläzen oder diese mit immer neuen süßen Gesichtern und drolligen Körperhaltungen zum Dauerfotografieren und Facebooken animieren und die KrimiautorInnen so ebenfalls sehr effektiv vom Schreiben abhalten. Der 4. Januar ist seit dem Jahre 1961 ein Freudentag für alle bösartigen Samtpfotentiger, denn das ist der Todestag von Erwin Schrödinger, der ja bekanntlich unzählige Katzen mittels statistischer Quantenmechanik ermordete.
Genau ein Jahr zuvor erlebte Albert Camus das, was er selbst das absurde Ende eines sinnlosen Daseins nannte: den Tod. Es ist übrigens völlig sinnlos darüber nachzudenken, warum er tausende von Buchseiten füllte, obwohl er der Ansicht war, etwas Sinnloses zu tun, nämlich über etwas völlig Sinnloses nachzudenken und seinen Lesern zu vermitteln, sein und ihr Leben und alles darin sei völlig sinnlos … hmpf, dann eben vielleicht doch lieber Katzenkrimis … obwohl, der Kerl schrieb echt geilen Scheiß …
Ach so, ich wollte was Kriminelles schreiben: Am 4. Januar 1900 wurde der echte James Bond geboren. Er machte sich einen Namen als – nein, nicht als Geheimagent, sondern als Ornithologe. Es heißt, er habe von jeder verdammten Vogelart, über die er forschte, mindestens ein Exemplar gefressen. Absurdes Töten, das ist der Kick jedes echten Kriminellen. Lest Camus. Oder Ian Fleming. Oder Guido M. Breuer.
Es wird böse enden. Das hörte das deutsche Kinopublikum zum ersten Male am 4. Januar 1968 in der kriminell guten Komödie „Zur Sache, Schätzchen“. Und so ist das auch …
Dienstag, 25. Juni 2013
Tatort Eifel 4 - Breuer läuft vor die Pumpe
Die Recherche für meinen Kurzkrimi-Beitrag zu TATORT EIFEL IV blieb nicht unbemerkt ... im Pumpenwerk FELUWA zu Mürlenbach/Eifel gab es eine menge Ideen zu mordlüsternem Treiben ... und ich hing nicht am Fliegnefänger, dafür aber an Handschellen ...
http://www.wochenspiegellive.de/eifel/staedte-gemeinden/kreis-vulkaneifel/nachrichtendetails/obj/2013/06/25/vollgepumpt-mit-mords-ideen/
Dienstag, 21. Mai 2013
Mord in Altwindeck
Altwindeck ist ... Moment mal, Sie kennen das etwa nicht?
Ich kannte es auch nicht, bevor es mich vor einigen Tagen dorthin verschlug.
Oder nein, besser gesagt, ich wurde eingeladen.
Warum?
Nun, der malerische Ort an der Sieg ist eindeutig zu friedlich. Gewesen. Bis jetzt.
Habe mich dort ein Wochenende lang umgesehen. Burgruine. Heimatmuseum. Gasthof "Zur Linde". Landbier.
Spontan in der "Linde" ein halbes Stündchen gelesen, um mir das Abendessen zu verdienen.
Natürlich habe ich auch die Gelegenheit genutzt, um mir die Beichten der bösen Dorfbewohner anzuhören. Jede Menge Stoff für Mordgeschichten stecken hinter den pittoresken Fachwerkfassaden. Hochwürden wäre der Hut hochgegangen, hätte er ihn auf dem Schoß liegen gehabt ...
Eingerahmt wurde Hochwürden von seinen Führern durchs Altwindecker Heimatmuseum (Links: Dieter Steinhauf, in der "Linde" geboren; Rechts: Peter Simon, immer in Arbeitshose und mit Werkzeug in Hand oder Mund)
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Samstag, 23. März 2013
Krimi-Abend im Trimborn-Hof mit Rudi Jagusch und Guido M. Breuer
Rudi Jagusch und meine Wenigkeit verbrachten einen kriminell-vergnüglichen Abend im Trimborn-Hof zu Rösberg/Bornheim. Gastbegeberin Christiane Romboy hatte eingeladen, in dem wunderschönen Ambiente des liebevoll gestalteten Hofes die Gäste kulinarisch zu erfreuen und versprach darüber hinaus spannende Unterhaltung mit zwei Krimiautoren aus der Region. Rudi und ich spielten uns die Bälle zu, lasen natürlich Kriminelles, mal humorvoll, mal gruselig. Wir hatten unseren Spaß, und ich darf behaupten, die Gäste auch. Wunderbarer Abend! Und wir haben gleich weitere Termine vereinbart, bei denen unsere Neuerscheinungen dieses Jahres vorgestellt werden. Weiteres folgt also ...
http://www.trimborn-hof.de/index.html
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Freitag, 22. März 2013
Schnapsdrosseln - eine Premiere in Bonn
Sehr fein war sie, die Premierenlesung von Sabine Trinkaus neuem Roman "Schnapsdrosseln". Im schönen Bonner Kuppelsaal (Metropol) fanden sich eine Menge Gäste ein, um eine brilliant vorgetragene Krimiunterhaltung zu genießen. Statt Schnaps gab's vom Gastgeber Thalia einen Sekt, passend zu Sabine Trinkaus' Schreibe, die alles andere als Schabau unter Deutschlands Krimikost ist. Auch der zweite Roman kommt wohl formuliert daher, es scheint etwas ernster als der Vorgänger "Schnapsleiche", aber dennoch blitzt immer wieder der Wortwitz auf - ich werde es in der Lektüre noch näher prüfen ...
Was veröffentlicht der Verlag (Emons) dazu?
"Eigentlich will sich Jupp Nettekoven etwas Gutes tun, als er durch das lauschige Naturschutzgebiet am Stadtrand geht. Leider hat er die Rechnung ohne Dackel Pollux gemacht, denn der führt ihn geradewegs zu einer Leiche am Bachufer. Bernd Nolden wurde erschlagen, sein ehemaliger Freund und Geschäftspartner ist auf der Flucht. Der Fall scheint klar. Und eigentlich hat Britta Brandner ohnehin die Nase voll vom Ermitteln. Trotzdem findet sie sich mit Bulldogge Louis unversehens in Undercover-Mission wieder. Sie ahnt nicht, dass sie damit Teil eines gefährlichen Spiels wird, das mit Noldens Tod gerade erst begonnen hat."
Soviel zum Inhalt des Buches. Eigentlich wollte ich ja auch nur kundtun, das es fein war, gestern in Bonn ... ach so, das Foto der Autorin stellt der Emons Verlag auf seiner Homepage zum Download zur Verfügung ... Mille Grazie!
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Montag, 18. März 2013
Buchmesse Leipzig – Nachlese
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Freitag, 8. März 2013
Bei Anruf Mord - Brothers in Crime
Donnerstag Nachmittag, kurz vor 17.00 Uhr. Mein Freund, Kollege und Verleger Ralf Kramp ruft an und erzählt, er habe ein akutes Augenproblem und könne kaum sehen, ergo auch nicht lesen. Und am Abend warten rund 50 Krimi-Fans in der schönen Vulkaneifel auf ihn. Der Eulenhof in Gransdorf, liebevoll und mit Engagement geführt von den Eheleuten Morsbach. Ob ich die Lesung übernehmen könne - Beginn sei 20.00 Uhr. Ich springe in die U-Bahn, fahre zur Autovermietung meines Vertrauens und bekomme kurz vor Geschäftsschluss noch einen Wagen - mit Öffis in die Sackeifel - hehe, kannste ja versuchen ...
Pünktlich um 20.00 Uhr treffe ich in Gransdorf ein. Das Kaminzimmer ist bereitet und gut gefüllt. Ich treffe auf ein gut gelauntes Publikum, werde musikalisch mit kriminellen Weisen am Piano und Akkordeon begleitet, brate beim Lesen genüsslich vor dem offenen Kamin. Ich zeige ein Beweisfoto, das Ralf Kramp mir von seinem herrlich verunstalteten Gesicht via MMS aufs Handy geschickt hat - mit einer Mischung aus Mitleid und Schadenfreude wird die Karl-Dall-Persiflage bewundert. Dann gibts ein mörderisches Büffet - mit viel Liebe zum Detail kriminell ausstaffiert. Schlemmendes Beisammensein, zum Schluss lese ich noch ein paar Zugaben aus meinem Fundus an Krimi-Komödien. Ein bemerkenswerter Eifelkrimi-Abend geht zu Ende, ich drücke nochmals meine Freude über Ralfs Krankheit aus, die mir dieses Erlebnis beschert hat. Dann noch ein nettes Schwätzchen mit den Gastgebern und ab nach Bonn. Gegen 02.00 Uhr bin ich daheim. Und freue mich. Die Eifel-Connection funktioniert. Brothers in Crime. Gute Besserung, lieber Ralf!
http://www.youtube.com/watch?v=j0_VpP6iMXQ
Dienstag, 5. März 2013
Ruhe sanft in Sachsen-Anhalt
Kurzkrimis aus dem Land der Frühaufsteher - so untertitelt Herausgeber Peter Godazgar (Halle) die Krimi-Anthologie, die aus der Serie "Mordlandschaften" des KBV-Verlags frisch erschienen ist. Ich habe soeben meine Belegexemplare erhalten, durfte ich doch mit "Zug um Zug" einen Lutherstadt-Wittenberg-Krimi beisteuern.
Mit dabei sind Peter Godazgar, Tatjana Kruse, Jürgen Ehlers, Nina George, Thomas Kastura, Stephan Hähnel, Steffen Könau, Christoph Güsken, Richard Birkefeld, Karr & Wehner, Bernhard Spring, Kai Leuner, Wolfgang Schüler, Arnold Küsters, Gunter Gerlach, Kathrin Heinrichs, Romy Fölck, Cornelia Kuhnert, Oliver Buslau, Christian Kreis und Henner Kotte.
Montag, 4. März 2013
Mörderisches Vergnügen
Fein wars! Am Samstagabend im Domforum: Jörg Nießen stellte seine neuen Abenteuer als Rettungssanitäter vor - und musste einen von Sprühwurst und Erbrechen dehydrierten Patienten von einem Gourmetschiff retten - lecker ... Nele Neuhaus las erstaunlicherweise zum ersten Mal in Köln und gab Kritisches zu Buchverfilmungen preis ... Andreas Izquierdo machte die Zuhörer mit einem wunderschönen Auszug aus seinem neuen Roman glücklich ... Frank Schätzing führte auf Wunsch des Auditoriums einen nächtlichen Raser auf sich selbst zurück in einen spannend-gruseligen Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum ... und Ralf Kramp beendete den Reigen mit einem Zeltausflug in die Eifel, der - wen wunderts - mörderisch und brutal witzig ausfiel. Am Schluss also Tränen gelacht! Moderiert wurde das Ganze vom "Markus Lanz der Literatur" Tommy Millhome, musikalische Begleitung gabs am Klavier von Steffen Paesler. Gelungener Abend!
Freitag, 22. Februar 2013
Krimiabend im Bonner Polizeipräsidium
Es war für mich das erwartete Highlight in der frischen Lesesaison 2013. Der Kultur- und Krimiverein der Bonner Polizei hatte eingeladen - und wie immer war das Haus an der Königswinterer Straße voll. Zahlreiche gut gelaunte Gäste, ein wunderbarer Moderator Frank Piontek, das Team der Buchhandlung Max&Moritz und natürlich das fantastische Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchesters. Vielen Dank an alle Beteiligten für den tollen Abend!
Bilder: Kultur- und Krimiverein der Bonner Polizei e.V.
http://www.kuk-bonn.org/lesung/Guido_Breuer_Nach_alter_Vaeter_Sitte.htm">
Montag, 10. Dezember 2012
Krimi-Recherche in der Lutherstadt
Es war eine gute Entscheidung, Wittenberg als Tatort für meinen Beitrag zur demnächst bei KBV erscheinenden Krimi-Anthologie "Ruhe sanft in Sachsen-Anhalt" zu wählen. Habe ein sehr schönes Wochenende dort verbracht. Unter anderem mit Peter Godazgar, Krimiautor und Herausgeber der Antho.
Samstag, 22. Oktober 2011
Preute ahnt etwas - zum 75. Geburtstag von Jacques Berndorf

Lieber Michael, ich wünsche Dir von Herzen alles Gute zu Deinem Ehrentag - bleib kriminell, gesund und schreibend!
Meine erste Lesung durfte ich neben anderen hervorragenden Freunden auch mit Dir gestalten - natürlich warst Du der Star des Abends, und ich der unbekannte Newcomer. Zuletzt in Daun lasen wir wieder einmal am selben Abend unsere Krimis aus derselben Anthologie (Tatort Eifel natürlich), was mich mit großem Stolz und Dankbarkeit erfüllt. Und natürlich warst Du auch an diesem Abend wieder der große Star ... bei manch anderem Kollegen hätte ich dann vielleicht einen winzigen Anflug von Neid erleiden können, bei Dir ist dies völlig unmöglich!
Dir zu Ehren ein wirklich kurzer Kurzkrimi, der kürzeste Kurzkrimi, den ich je verfasst habe ...
Preute ahnt etwas
Der Mann steckte sich eine Pfeife in den weißen Bart und entzündete sie. Er sog einige Male schnell und kräftig daran, bis er sicher war, die Glut sich selbst überlassen zu können. Dann klopfte er energisch an die Tür, vor der er stand.
Jemand öffnete so schnell, dass er seine Vermutung, dass man dort schon längst auf ihn gelauert hatte, bestätigt fand. Dieser Jemand war ein Kerl, dessen elegante Kleidung so gar nicht zu dem ausgesprochen gewöhnlichen Gesichtsausdruck passen wollte. Der Alte paffte zwei, drei Züge und kam zu dem Schluss, dass man hier einen Straßenköter in einen viel zu teuren Anzug gepackt hatte. Der Köter knurrte ihn dann auch unvermittelt an:
„Das ist ein Nichtraucherhaushalt.“
„Freut mich“, sagte der weißhaarige Besucher mit einer tiefen Stimme, der man anhörten mochte, dass er in seinem Leben schon viele Schweinehunde wie diesen angesprochen hatte. „Kann ich dennoch ein paar Fragen stellen?“
„Wer sind Sie denn überhaupt? Wieso Fragen? Worüber?“
„Mein Name ist Preute. Michael Preute. Ich habe gehört, dass ein Geschäftsmann, der nach Hillesheim kam und seitdem vermisst wird, zuletzt hier mit Ihnen gesehen wurde. Lebend, meine ich.“
„Gar nichts hat der hier zu fragen!“, zischte ein zweiter Mann, der an die Haustür neben den Köter getreten war. Der Alte betrachtete diesen anderen Kerl gelassen, aber aufmerksam. Er hatte im Verlaufe vieler Jahre in den beschissensten Ecken der Welt genug Gewaltmenschen getroffen, um diesen Mann sofort richtig einschätzen zu können. Der rasierte Schädel wird Narben auf, die offenbar von diversen Schnitten und Schlägen herrührten. Eine mehrfach gebrochene Nase unter kleinen Augen, die eng zusammenstanden und sein Gegenüber eiskalt musterten. Der Kerl sprach weiter:
„Der Alte hat sich mit falschem Namen vorgestellt. Ich kenn ihn, der heißt nicht Preute, sondern Berndorf.“
Der Pfeifenraucher schüttelte langsam den Kopf und brummte: „Junge, das ist der Name, unter dem ich Kriminalromane schreibe. Das nennt man ein Pseudonym.“
„Leck mich, Silberlocke“, fauchte der Typ. „Du lügst doch, wennde den Mund aufmachst. Was willste ausbaldovern?“
Michael Preute hatte ein in vielen unschönen Situationen ausgeprägtes Gefühl dafür, wenn eine Situation ungemütlich zu werden drohte. Er ahnte, das dies jetzt unmittelbar bevorstand, und dass es in Hillesheim vielleicht doch gefährlicher war als gedacht. Der Glatzkopf ließ ansatzlos seine Faust vorschnellen. Es krachte am Kinn des Alten, der dem Schlag nichts entgegen zu setzen hatte. Die Pfeife flog in hohem Bogen auf die Straße. Er ging in die Knie und sah dann zwar den Tritt kommen, konnte aber nichts dagegen tun. Eine Rippe knackte. Für einen Moment sah der Alte nichts mehr. Die Tür wurde zugeschlagen. Er fand sich alleine auf dem Bürgersteig liegend wieder.
„Was für eine Scheiße“, knurrte er. „Ich bin doch nicht Siggi Baumeister, der wäre das gewohnt.“
Mühsam raffte er sich auf und kroch zu der Pfeife, die einige Meter entfernt von ihm auf dem Asphalt lag. Michael Preute hob sie auf, betrachtete sie argwöhnisch, dann wischte er das Mundstück ab und sog daran. Das geliebte Utensil schien die Attacke besser überstanden zu haben als er selbst.
„Schwein gehabt“, brummte er. „Aber glaubt ja nicht, ich würde jetzt meinen, ich sei zu alt für so etwas.“
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Sonntag, 2. Oktober 2011
Melanie Raabe ist die Gewinnerin des Deutschen Kurzkrimi-Preises

Mein Tipp war goldrichtig: Herzlichen Glückwunsch an Melanie Raabe und die anderen Preisträger.
TATORT EIFEL – Das Krimi Festival fand festlichen Abschluss in Daun
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des mit insgesamt 3000 Euro dotierten Deutschen Kurz-krimi Preises an die ausgewählten Erst- bis Drittplatzierten Melanie Raabe, Malte Landsberger und Wolfgang Quest, deren Beiträge in der Tatort-Eifel-Anthologie des KBV-Verlages veröffentlicht wer-den. Die Jury war hochkarätig besetzt mit Martin Schöne, Kulturredakteur bei 3sat, Lektorin Nina Grabe und Erfolgsautorin Anne Chaplet.
Die Auszeichnungen der drei Preisträger im Rahmen der Abendgala übernahmen Landrat Heinz Onnertz sowie die Schauspieler Gregor Weber (SR-„Tatort“) und die aus der gleichnamigen Sat1-Serie bekannten Polizisten „Toto & Harry“.
Sonntag, 25. September 2011
Premiere Tatort Eifel 3 - Deutscher Kurzkrimi-Preis

Der vergangene Freitag war der lange Abend für den kurzen Krimi: Autor und Herausgeber Ralf Kramp stellte „Tatort Eifel 3“ vor, die Anthologie mit 20 mörderischen Geschichten zum Festival.
Außer Konkurrenz mit dabei: Jacques Berndorf und Guido M. Breuer. Berndorfs Story spielt rund um die Lokalredaktion des Trierischen Volksfreunds, Guido M. Breuer erlebt in seiner Geschichte den „Dauntown-Blues“. Vorgestellt wurden die sechs besten Beiträge aus dem Deutschen Kurzkrimi-Wettbewerb, die ebenfalls in der Anthologie veröffentlicht werden.
Die sechs Finalisten bewiesen bei ihrem Vortrag, warum sie in der Endauswahl standen. Für mich besonders beeindruckend: Melanie Raabe mit ihrem Kurzkrimi "Die Zahnfee". Hier wird die Geschichte eines gewaltsamen Todes rückwärts erzählt, von der Ausführung bis zum auslösenden Moment. Die junge Frau hat eine psychologisch dichte und sprachlich wie dramaturgisch stimmige Story konzipiert. Der Stil und auch ihre sehr ausdrucksstarke Vortragsweise lassen hoffen, dass die deutsche Krimi-Szene um eine weitere hervorragende Akteurin bereichert wird. Und sie will auf jeden Fall weitere Krimis schreiben ...
Auch die anderen Teilnehmer sollen ob ihrer sehr guten leistung nicht unerwähnt bleiben: sehr ungewöhnlich kommt Paul Pfeffers Mörder "Jonas" daher, Wolgang Quests "Doppelfalle" fängt den Leser auch hervorragend ein, Malte Landsbergers "Ortsrandlage" ist keineswegs randständig, Lothar Wirtz entführt in die "Magische Eifel" und Andrea Revers offenbart in der Telefonseelsorge "Schlechte Gewohnheiten", die dem Publikum mehr als nur einen Lacher entlockten.
Für die musikalische Abrundung sorgte wie gewohnt unterhaltsam und kriminell wohlklingend das Aachener "Duo Infernal" mit Heribert Leuchter am Saxophon und Manfred Hilgers am Kontrabass.
Sonntag, 4. September 2011
Altes Eisen
Wenn ich heute Abend vor dem TV sitze, dann eher für "Hangover" als für den Tatort. Aber wer sich für den Kölner Jubiläumsfall von Ballauf und Schenk interessieren sollte:
Programmvorschau
Ich würde mir das natürlich mit Freuden antun, wenn dieser Tatort nach meinem Krimi "Altes Eisen" gedreht worden wäre. Aber so ... nö ...
Montag, 13. Dezember 2010
Eifel-Winter

Der KBV-Verlag hat in seiner "Edition Eyfalia" ein sehr schönes Buch zum Thema Winter und Weihnacht in der Eifel verlegt, herausgegeben vom Eifelkenner Manfred Lang. Die schönen Zeichnungen hat das Multitalent Ralf Kramp geschaffen.
Ich habe dort die Ehre, in der Rubrik "Weihnachten, kriminell gut" einen heiter-besinnlichen Weihnachts-Eifelkrimi beisteuern zu dürfen:
"Santa Klaus bittet zur Kasse"
Dabei sind neben meiner Wenigkeit Carola Clasen, Ralf Kramp, Erika Kroell und Jacques Berndorf.
In anderen Rubriken sind Kurzgeschichten von Ernest Hemingway, Clara Viebig oder Stefan Andres zu lesen. Was für ein Glücksfall, mit solchen Kollegen zwischen Buchdeckel zu geraten! Das ist wie Weihnachten ...
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Montag, 29. November 2010
Wein, Mord und Gesang ist fertig!

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist es heraus: das ultimative Geschenk für alle Weinliebhaber, Bücherwürmer, Krimifreunde und vor allem für die Schnittmenge dieser Spezies. Zu jedem Weinanbaugebiet Deutschlands hat Carsten Sebastian Henn eine kleine weinkundliche Einleitung geschrieben, gefolgt von einem Kurzkrimi, der sich mit dieser Weinregion beschäftigt.
Herausgekommen ist ein wirklich wunderbares Buch, nicht nur inhaltlich, sondern auch haptisch. Der KBV-Verlag hat ein sehr schönes Format gefunden, Verleger und Autor Ralf Kramp hat auch seine karikaturistischen Fähigkeiten wieder zu wunderbaren Illustrationen eingebracht. Und eine illustre Schar von Krimiautorinnen und -autoren hat sich mit Kurzkrimis eingebracht:
- Carsten Sebastian Henn
- Ralf H. Dorweiler
- Angela Esser
- Carola Clasen
- Ina Coelen
- F.G. Klimmek
- Kathrin Heinrichs
- H.P. Karr
- Oliver Buslau
- Markus Guthmann
- Susanne Kronenberg
- Andreas Wagner
- Wolfgang Schüler
- Andreas Izquierdo
- Tatjana Kruse
- Guido M. Breuer
- Jürgen Alberts
- Uwe Voehl
- Jürgen Ehlers
- Hagen Range
- Ralf Kramp
Es ist toll, in diesem Kreise von hervorragenden Kolleginnen und Kollegen zu einem solchen Buch beitragen zu dürfen! Viel Spaß und kriminelle Unterhaltung!
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Freitag, 26. November 2010
Recherche im Kölner Dombauarchiv

Für "Alte Narben", das dritte Abenteuer von Opa Bertold und seiner kriminellen Nideggener Seniorentruppe, recherchierte ich heute zum Thema Antisemitismus und das Bild der Juden, wie es sich im und um den Kölner Dom darstellt.
Dazu brauchte ich natürlich die Hilfe kompetenter Wissensvermittler. Diese fand ich in Dr. Klaus Hardering, dem Leiter des Kölner Dombauarchivs, der schon für "Altes Eisen" wertvolle kunsthistorische Fakten lieferte, und Pfarrer Werner Friesdorf aus Kommern in der Eifel, der zurzeit als Schulseelsorger in Füssenich tätig ist und früher im Dom sein geistliches Wesen trieb. Von Pfarrer Friesdorfs früherer Tätigkeit in Köln kennen die beiden sich sehr gut. Insofern durfte ich auch am Wiedersehen alter Freunde teilhaben.
Nun weiß ich eine Menge mehr über das sogenannte Judenprivileg von 1266, die heiß umstrittenen Darstellungen der "Judensau" im mittelalterlichen Chorgestühl des Kölner Doms und auch den pseudowissenschaftlichen Antisemitismus, der auch vor den Artefakten des Doms nicht halt macht. Viel historischer Stoff für den nächsten Fall von Opa Bertold ...
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