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Freitag, 22. März 2013

Schnapsdrosseln - eine Premiere in Bonn

Sehr fein war sie, die Premierenlesung von Sabine Trinkaus neuem Roman "Schnapsdrosseln". Im schönen Bonner Kuppelsaal (Metropol) fanden sich eine Menge Gäste ein, um eine brilliant vorgetragene Krimiunterhaltung zu genießen. Statt Schnaps gab's vom Gastgeber Thalia einen Sekt, passend zu Sabine Trinkaus' Schreibe, die alles andere als Schabau unter Deutschlands Krimikost ist. Auch der zweite Roman kommt wohl formuliert daher, es scheint etwas ernster als der Vorgänger "Schnapsleiche", aber dennoch blitzt immer wieder der Wortwitz auf - ich werde es in der Lektüre noch näher prüfen ... Was veröffentlicht der Verlag (Emons) dazu? "Eigentlich will sich Jupp Nettekoven etwas Gutes tun, als er durch das lauschige Naturschutzgebiet am Stadtrand geht. Leider hat er die Rechnung ohne Dackel Pollux gemacht, denn der führt ihn geradewegs zu einer Leiche am Bachufer. Bernd Nolden wurde erschlagen, sein ehemaliger Freund und Geschäftspartner ist auf der Flucht. Der Fall scheint klar. Und eigentlich hat Britta Brandner ohnehin die Nase voll vom Ermitteln. Trotzdem findet sie sich mit Bulldogge Louis unversehens in Undercover-Mission wieder. Sie ahnt nicht, dass sie damit Teil eines gefährlichen Spiels wird, das mit Noldens Tod gerade erst begonnen hat." Soviel zum Inhalt des Buches. Eigentlich wollte ich ja auch nur kundtun, das es fein war, gestern in Bonn ... ach so, das Foto der Autorin stellt der Emons Verlag auf seiner Homepage zum Download zur Verfügung ... Mille Grazie!

Montag, 18. März 2013

Buchmesse Leipzig – Nachlese

Schön wars, wie immer, in Leipzig. Diesmal kurz und knackig: anderthalb Tage, zwei Nächte. Am Donnerstag sogerade noch rechtzeitig zur Vorstellung der Anthologie „Ruhe sanft in Sachsen-Anhalt“ von und mit Herausgeber Peter Godazgar eingetroffen. Am Freitag den wunderbaren Stand des KBV-Verlags als Stützpunkt genutzt – dort treiben alle Kolleginnen und Kollegen der krimischreibenden Zunft früher oder später an. Am Abend dann im A Priori in der Gottschedstraße bei Familie Löffler gelesen. Der Laden war voll, die Stimmung gut, hat richtig Spaß gemacht. Ich las unter anderem den Kurzkrimi „Quo Vadis Salutaris?“ aus Carsten Sebastian Henns Antho „Wein, Mord und Gesang“. Der besondere Clou dabei: Gastgeber Stephan Löffler, der Leipziger Schwabe, hatte der Stadt Regensburg tatsächlich ein paar Flaschen Salutaris abgeschwatzt. So konnten die Gäste den Wein nicht nur im Krimi kennenlernen, sondern auch trinken – was natürlich die wesentliche Bestimmung eines solchen Stoffes ist. Der eigentlich nicht im Handel erhältliche Regensburger Stadtwein hat uns gut gemundet – und ich konnte sogar eine Flasche Diebesgut nach Bonn befördern. Also mehr als nur neue kriminelle Ideen im Gepäck …

Dienstag, 27. November 2012

Vortrag von Mark Chung zum Urheberrecht

Liebe Gemeinde, gebündelte Informationen von Leuten, die wissen wovon sie reden, sind ja immer Goldes wert. Deshalb sei hier dieses Filmchen wärmstens empfohlen ... http://www.deutsche-filmakademie.de/projekte/urheberrecht/vortrag-von-mark-chung.html

Samstag, 21. April 2012

Die seltsame Debatte zum Urheberrecht

Ich sage JA zum Urheberrecht, weil mir in der öffentlichen Diskussion der letzten Wochen immer klarer wird, dass nicht wenige Menschen der Meinung sind, Literatur werde von Menschen gemacht, die Spaß daran haben und denen das Schreiben kein Beruf, sondern eine Berufung ist, und die deshalb kein Geld für ihre Machwerke verlangen sollten. Weil es ja keine Arbeit ist, sondern das reine Vergnügen. Es wird als selbstverständlich angenommen, dass der Künstler einen “Brotberuf” hat, für den er auch legitim Geld erhält, und dann setzt er sich zum Feierabendvergnügen hin und schreibt einen Roman, oder er trifft sich auf ein Bier mit Freunden im Tonstudio und nimmt ein paar Songs auf. Dafür Geld verlangen? Wie unverschämt … Vermutlich jammern die Leute deswegen ständig über ihren Job, um ihr Gehalt als Schmerzensgeld zu legitimieren. Wir kämpfen nicht etwa gegen eine Handvoll “Piraten” oder sonstige Wirrköpfe. Die können das international und verfassungsmäßig verankerte Urheberrecht nicht kippen. Nein, wir kämpfen gegen eine weit verbreitete Einstellung, dass der Künstler gefälligst zu darben hat, wenn er sich schon erdreistet, eine so schöne, befriedigende Tätigkeit wahrzunehmen anstatt eines anständigen Berufes. Nur wenige Kulturkonsumenten ahnen, dass gute Literatur nicht in Feierabendbierlaune entsteht, weder in der geforderten Qualität noch Quantität. Wenn sich das ändern würde, könnte vielleicht zukünftig tatsächlich der Künstler so von seiner Arbeit leben wie jeder andere auch. Verdienen etwa nur die 10 erfolgreichsten Bäcker Deutschlands Geld mit ihren Brötchen? Oder die zwanzig besten Busfahrer? Bei Kulturschaffenden wird das kaltlächelnd hingenommen. Das Urheberrecht ist die Basis für eine andere Sichtweise. Aber – es ist nur die Basis. Diese wird man uns nicht wegnehmen – doch es geht um mehr. Es geht um die Anerkennung des Berufes “Autor” oder “Künstler” oder “Kulturschaffender”. Mit dem Urheberrecht diskutieren wir über die Spitze des Eisberges, während wir gleichzeitig zulassen, dass wir unter der Oberfläche ständig aufgeritzt werden und lebenslang absaufen. Hier das Making-Of unserer SYNDIKAT-Fotosession in der Kölner Rechtsmedizin

Dienstag, 22. Februar 2011

Literarische Agentur Kossack

Ab sofort werde ich, was mich außerordentlich freut, für mein gesamtes Geschreibsel von der Literarischen Agentur Kossack vertreten. Lars Schultze-Kossack und sein Team gehören zu den renommiertesten Agenturen für deutschsprachige Autoren. Viele sehr gute Autorinnen und Autoren vertrauen der Hamburger Agentur, auch einige meiner kriminellen KollegInnen aus dem Syndikat wie bspw. Sabina Naber, Andreas Izquierdo oder Carsten Sebastian Henn.

Zurzeit arbeiten wir an der Veröffentlichung eines spannenden Psychothrillers, der das Startprojekt für eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit dienen soll. Ich freu mich drauf!

Homepage der Literarischen Agentur Kossack in Hamburg

Freitag, 10. Dezember 2010

Interview mit der Mayerschen auf der Buchmesse Frankfurt



Auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt nahm ich an einem "Twittagessen" teil und wurde dort vom Buchmesse-Interview-Team der Mayerschen aufgegabelt. Jördis Beatrix Schulz entlockte mir etwas über den Eifelkrimi im Allgemeinen, Opa Bertold im Speziellen, und auch über die Wien-Eifel-Coproduktion mit Richard K. Breuer.

Mittwoch, 29. September 2010

Zwei Eifler - ein Gedanke: die rechte Szene ist ein Thema


Krimi von Hubert vom Venn – „Den Letzten beißen die WerWölfe“

Eifel.- „Den Letzten beißen die WerWölfe“ heißt der neue satirische Krimi des Eifeler Autors Hubert vom Venn. Das Buch erscheint in diesem Tagen pünktlich zur Frankfurter Buchmesse im „Rhein-Mosel-Verlag“.
Zum Inhalt: Erschossen aufgefunden wird der ehemalige Roetgener Bürgermeister Fritz Rumbach. Dieser war von den Amerikanern 1944 zum ersten Bürger des Dorfes am Rande von Aachen ernannt worden, als in Berlin noch Durchhalteparolen geschmettert wurden. Für den Nazi-Schergen Heinrich Himmler waren die neuen Bürgermeister im befreiten Westen Verräter - ein Werwolfkommando erhielt Mordaufträge. Nach den tödlichen Schüssen auf den Aachener Bürgermeister Franz Oppenhoff lief dessen Mörder beim Marsch in die Eifel auf eine Mine und wurde zerrissen - Roetgen wurde von den Werwölfen nie erreicht. Doch von diesem Nazi-Kommando gibt es immer noch Lebende! Führte da jemand Himmlers letzten Befehl aus? Neo-Nazis vielleicht? Allerdings gibt es nicht nur die Spur in die rechte Szene. Fritz Rumbach ließ nach dem Krieg einen US-Panzer verschwinden, mit dem er jahrelang schwunghafte Schmugglerfahrten betrieb. Und seine Schmugglergefährten nannten sich „Die Wölfe“ nach einer Kneipe in Niederprüm.
Der Journalist Charly Nusselein und der Monschauer Kriminal-Kommissar Gottfried Zimmermann sehen zunächst vor lauter Wölfen die Bäume nicht..

»Den Letzten beißen die WerWölfe«
• ISBN 978-3-89801-049-8 • 10,90€
Der Autor
Hubert vom Venn, geboren 1953, gelernter Journalist. Seit Anfang der 90er Jahre als Kabarettist tätig. Künstlerischer Leiter des »Stadttheater Monschau« und des »Theater am Venn - Roetgen«. Seit 2010 Vorsitzender der Gewerkschaft ‑Bezirksverein Aachener Presse - im Deutschen Journalisten-Verband.


Das neue Buch des lieben Kollegen Hubert vom Venn ist für mich doppelt spannend und interessant, weil mein aktuelles Projekt, der dritte Roman um Opa Bertold und seine kriminalisierenden Kollegen aus der Seniorenresidenz Burgblick zu Nideggen, sich ebenfalls mit der rechten Szene in meiner Heimat auseinandersetzt. Mehr dazu im nächsten Frühjahr ...

Montag, 13. September 2010

Nordeifel - Mordeifel


So, die CRIMINALE ist gelaufen. Meine Heimat hat sich als außerordentlich krimibegeistert erwiesen - phantastisch gut besuchte Leseveranstaltungen zeugen davon.

Die Kolleginnen und Kollegen der krimischreibenden Zunft haben sich zwischen den Lesungen die Zeit vertrieben mit Workshops, Diskussionen, Feiern, großartige Werke und ihre Schöpfer prämieren, kleine Theken in völlig überforderten Eifelkneipen belagern und alles verfügbare Bitburger wegtrinken ...

Und alle freuen sich schon aufs nächste Jahr, wenn der Niederrhein Ort des Geschehens wird. Mönchengladbach, Krefeld und Umgebung werden dann unsicher gemacht. Zieht euch warm an ...

Sonntag, 29. August 2010

Gedanken zu Self Publishing-Plattformen und ebooks



Autoren haben noch nie in der Geschichte des Buchmarktes eine wegweisende Rolle gespielt, eher die Drucker, die Verleger, die Buchhändler und andere. Vielleicht ändert sich das ja, aber wir könnten auch diese aktuelle technische Neuerung einfach am Schreibtisch aussitzen und verschlafen wie es die Autoren in den letzten Jahrhunderten auch immer schon taten ... und auch in hundert Jahren werden die Autoren noch jammern, dass sie, die sie doch die hart arbeitenden und kreativen Urheber aller Texte sind, dass genau sie die machtlosesten Schlümpfe im Literaturbetrieb sind, die Hungerleider mit dem Trieb zum textlichen Exhibitionismus, die auch Geld bezahlen würden um gelesen zu werden, die mit dem kleinsten Stück vom Kuchen versteht sich ...

Freitag, 2. Juli 2010

es gibt keine Pflichtkapitel

da sitze ich doch in der Hitze und schreibe so ein Pflichtkapitel - nach einem Mord werden die Verdächtigen und Zeugen befragt. Der Plot gibt das zwingend vor, darauf kann man nicht ganz verzichten, auch wenn man keinen klassischen Ermittlerkrimi schreibt. Muss halt sein ... ?
Nein, großer Fehler! In der Diskussion mit Autorenkollegin Sabine T. aus A. bei B. stelle ich schnell fest, dass so ganz schnell eine dröge Pflichtübung ensteht, erst einmal für den Autor, und dann - was viel schlimmer ist - für den Leser.
Die Lösung ist ganz einfach: Ich stelle mir vor, die ganze Geschichte basiert nur auf diesem einen Gespräch zwischen Ermittler und Verdächtigem. Langweilig? Da empfehle ich den "Totmacher", in dem kammerspielartig das Gespräch zwischen einem Serienmörder und einem Psychiater zu grandioser Spannung aufläuft. Wenn ich nun die Herausforderung annehme, diese eine kleine Szene im Roman, die nur dazu dient, dass der Ermittler vom Zeugen ein später noch einmal bedeutsames Detail erfährt, zu einem Kleinod zu machen, zu einer Perle, die sich mit all den anderen, vielleicht am Ende stärkeren Szenen zu einem spannenden Ganzen verbindet - dann ist das keine Pflichtübung mehr. Was erfahre ich während dieses Gespräches über den Ermittler? Wie konzentriert ist er bei der Sache? Warum vergisst er dieses Detail und stolpert erst 20 Szenen später wieder darüber? Warum ärgert ihn das dumme Grinsen des Verdächtigen heute mehr als sonst? Warum hat er das Gefühl, dieses Gespräch nicht wirklich zu führen? Feine Nuancen, in denen der Krimiautor zeigen kann, warum ein Krimi eben auch Literatur ist. Von wegen Pflichtübung. Ran jetzt an diese spannende Szene ...
Und ja, diese Szene wird am Ende kein echtes Highlight des Romans werden - aber eben auch kein Ärgernis für den Leser ...

Donnerstag, 1. April 2010

Liza Marklund und der Boykott der deutschen Buchhändler


Nach dem Zitat der schönen großen Blonden unter den Krimi-Autoren "Die kleinen Buchhändler in Deutschland interessieren mich null" im Rahmen eines Interviews, in dem es um die Buchpreisbindung ging, kam es zu wilden Diskussionen in der Branche. Darauf fühlten sich die kleinen Buchhändler arg getreten und versuchten eine konzertierte Aktion, um Lizas Krimis aus ihren Regalen zu verbannen. Strafe muss sein, selbst für schöne Schwedinnen, könnte mann spötteln.
Mittlerweile haben ihre deutschen Agenten und Verlagsvertreter der Marklund, die übrigens für markige Sprüche bekannt ist, offenbar klargemacht, dass sie an dem Ast sägt, auf dem sie ganz gut sitzt, und sie hat sich öffentlich entschuldigt, das Zitat sei unglücklich und so nicht gemeint gewesen und überhaupt die Übersetzung ins Deutsche ... man las selten so was Schleimiges von einer Frau, die sich sonst eher mit der Haltung "ich muss nicht jedermanns Liebling sein" hervortut. Also scheint der Arsch der kleinen deutschen Buchhändler immerhin groß genug zu sein, damit eine hochgewachsene schwedische Bestseller-Autorin darin Platz findet. Also: Es lebe die deutsche Buchpreisbindung!

Nun aber die heiße Frage: Warum darf ein Autor nicht auch mal was Freches oder Dummes sagen, und warum dürfen Buchhändler sich nicht gegen einen Autor entscheiden, wenn er/sie ihnen blöd kommt? Und warum Buchpreisbindung? Und warum frag ich mich das?

Donnerstag, 25. März 2010

ich sollte mir mal ein Beispiel nehmen ...

da schau ich auf den Blog des Wiener Kollegen Richard K. Breuer (nein, wir sind nicht verwandt) und sehe, er hat seine Vergangenheitsbewältigung der Leipziger Messe in einer wilden Schreibwut vollzogen. Während ich eher im Verborgenen wüte - ich bin halt kein richtiger Blogger ;-)
Aber wer mal so richtig einen berserkernden Onliner erleben will:
http://www.1668.cc/default_2.htm
Weiter so, Richard, gib es allen ;-) Und vielleicht werde ich hier auch mal etwas fleißiger. Aber im Gegensatz zu meinem Blog wird der was wo vom Richard ist ja auch gelesen ...

Montag, 22. März 2010

und schon wieder eine Buchmesse überlebt ...


Leipzig ist schon ein paar Tage wert, ob mit oder ohne Bücher - habe ein paar Lesungen gemacht, interessante Leute kennengelernt, hat sich sehr gelohnt. Jetzt kommt die Aufarbeitung der Gespräche und Anregungen, da könnte ein spannendes Buchprojekt draus werden ...

Freitag, 5. März 2010

Du sollst nicht nach dem Verkaufsrang schielen ...

Das ist das elfte Gebot für alle Autoren: Nicht auf den Amazon-Verkaufsrang oder andere Bestseller-Listen schielen, sondern einfach mit Respekt an die Leser denken und möglichst gute Texte schreiben.
Ein Gebot, das nur ganz wenige edle Gemüter der schreibenden Zunft einhalten. Jetzt schaue ich hin und freue mich, dass mein aktuelles Machwerk bei Amazon in den Top 100 der deutschen Krimis auftaucht. Schande über mich und meine Nachfahren ...