Sonntag, 19. August 2012

Aufgebockt und Abgemurkst

Jetzt endlich finde ich die Muße, die Camping-Tour „aufgebockt und abgemurkst“ angemessen zu würdigen. Ich hatte die Ehre, die Lesetour mit dem Caravan in Blankenheim am Freilinger See zu starten. Nein, diese Ehre und Freude wurde natürlich schon vor mir Heribert Maurenbrecher zuteil, der für mich den nagelneuen Fendt Saphir nach Blankenheim, dann weiter zum Wisseler See nach Kleve und nach Dransfeld bewegte. Und das war eine glückliche Fügung, denn der ausgebuffte Reisecamping-Spezialist (der übrigens kein Fendt-Mitarbeiter ist, sondern unabhängiger freiberuflicher Hobbytester hervorragender Camping-Hardware) entpuppte sich als angenehmer Reisebegleiter. Wieder einmal hat sich gezeigt, wie gut man Freunde beim Camping gewinnen kann. Heribert und ich haben nicht das letzte Mal zusammen auf Klappstühlen gefrühstückt, soviel ist sicher! Der Caravan, ein Modell von 2013, wurde also von mir testweise erstbeschlafen. So macht Camping Spaß (okay, abgesehen von netten Leuten und Kaiserwetter) – viele durchdachte Details, die den Raum bestens nutzen. Nichts, was entweder klobig oder aber fummlig und zerbrechlich wäre. Nie kommt man sich beengt vor, es gibt eine Menge Stauraum, Schlafen, Sitzen, Kochen, Waschen und Pipimachen – alles so komfortabel wie zuhause. Nur dass man daheim nicht alle 2 Tage das chemische Klo entsorgen muss. Aber Heribert erklärte alles, auch die Handhabung dieses Gerätes und der Sachen, die man da reinkippen muss … Und der schwenkbare Flachbildschirm mit HDTV war für kindliche Insassen der Hammer ;-) Ach so, da waren ja auch Krimilesungen … Das war natürlich superklasse, Lesen am Tatort, von Platz zu Platz wuchs das Interesse von Medien und Publikum. Das war Urlaub in Deutschland, wie er nicht schöner sein könnte. Vielen Dank an die Herausgeberin Regine Kölpin, die jetzt gerade mit dem Caravan weitertingelt, den KBV-Verlag, die Campingplätze und Buchhändler vor Ort und natürlich Heribert Maurenbrecher!

Montag, 21. Mai 2012

"Nach alter Mörder Sitte" ist im Buchhandel

Opa Bertold hats also wieder getan. Sein vierter Fall ist sehr persönlich, hat er doch mit seiner vor vielen Jahren spurlos verschwundenen Tochter zu tun. Und natürlich spielt auch die Geschichte der Eifel wieder eine wichtige Rolle. Diesmal geht es um die antike Schlacht im Rurtal, wo der gallische Volksheld Ambiorix (in Belgien wohlbekannt, in der deutschen Eifel eher nicht) dem alten Julius Caesar dessen fieseste Niederlage bereitet hat. Vor diesem Hintergrund kommt es zu einer Mordserie, die sich alter Vorbilder bedient. Nichts für schwache Nerven - und Opa Bertold mittendrin! Die Premierenlesung findet am 05.06.2012 im Bonner Pantheon Theater statt. Pressemitteilung auf open PR

Samstag, 21. April 2012

Die seltsame Debatte zum Urheberrecht

Ich sage JA zum Urheberrecht, weil mir in der öffentlichen Diskussion der letzten Wochen immer klarer wird, dass nicht wenige Menschen der Meinung sind, Literatur werde von Menschen gemacht, die Spaß daran haben und denen das Schreiben kein Beruf, sondern eine Berufung ist, und die deshalb kein Geld für ihre Machwerke verlangen sollten. Weil es ja keine Arbeit ist, sondern das reine Vergnügen. Es wird als selbstverständlich angenommen, dass der Künstler einen “Brotberuf” hat, für den er auch legitim Geld erhält, und dann setzt er sich zum Feierabendvergnügen hin und schreibt einen Roman, oder er trifft sich auf ein Bier mit Freunden im Tonstudio und nimmt ein paar Songs auf. Dafür Geld verlangen? Wie unverschämt … Vermutlich jammern die Leute deswegen ständig über ihren Job, um ihr Gehalt als Schmerzensgeld zu legitimieren. Wir kämpfen nicht etwa gegen eine Handvoll “Piraten” oder sonstige Wirrköpfe. Die können das international und verfassungsmäßig verankerte Urheberrecht nicht kippen. Nein, wir kämpfen gegen eine weit verbreitete Einstellung, dass der Künstler gefälligst zu darben hat, wenn er sich schon erdreistet, eine so schöne, befriedigende Tätigkeit wahrzunehmen anstatt eines anständigen Berufes. Nur wenige Kulturkonsumenten ahnen, dass gute Literatur nicht in Feierabendbierlaune entsteht, weder in der geforderten Qualität noch Quantität. Wenn sich das ändern würde, könnte vielleicht zukünftig tatsächlich der Künstler so von seiner Arbeit leben wie jeder andere auch. Verdienen etwa nur die 10 erfolgreichsten Bäcker Deutschlands Geld mit ihren Brötchen? Oder die zwanzig besten Busfahrer? Bei Kulturschaffenden wird das kaltlächelnd hingenommen. Das Urheberrecht ist die Basis für eine andere Sichtweise. Aber – es ist nur die Basis. Diese wird man uns nicht wegnehmen – doch es geht um mehr. Es geht um die Anerkennung des Berufes “Autor” oder “Künstler” oder “Kulturschaffender”. Mit dem Urheberrecht diskutieren wir über die Spitze des Eisberges, während wir gleichzeitig zulassen, dass wir unter der Oberfläche ständig aufgeritzt werden und lebenslang absaufen. Hier das Making-Of unserer SYNDIKAT-Fotosession in der Kölner Rechtsmedizin

Freitag, 27. Januar 2012

Guido M. Breuer bei Radio Bonn/Rhein-Sieg

Komme gerade aus dem Studio von Radio Bonn, wo ich mit dem Moderator Sven Jaworek Texte eingelesen habe. In Kürze gibts also Krimi-Schnippsel auf www.radio-bonn.de zu hören. Und dann kommt der Leseabend am 07.02. ab 19.00 Uhr in der "alten Rotation" auf dem Gelände des Generalanzeigers in der Justus-von-Liebig-Straße 15, Bonn.

Mittwoch, 25. Januar 2012

das Leben ist schön

wollte ich heute Abend nur mal sagen ...

Samstag, 31. Dezember 2011

Schwein muss man haben!


Ihr Liebelein, ich wünsche Euch allen einen angenehmen Jahreswechsel und für 2012 jede Menge Schwein - aber lasst das Glück leben, wachsen und gedeihen - esst es bitte nicht auf ;-)


Hierzulande werden immer mehr Zukunftsängste geschürt und bringen gar nichts, auch wenn es einem konkret natürlich schon mal arg im Gemüt werden kann.

Ich sitze nun in einer kleinen Schreibstube, besitze fast gar nichts außer Schreibtisch, Computer und Bett, und es geht mir verdammt gut. Weil ich mache, was ich machen will.

Zukunftsängste? Werden wir in 2012 verhungern? Müssen wir unsere Organe verkaufen um die Miete zahlen zu können? Laufen Kindersoldaten mit AK 47 durch unsere Straßen und töten wahllos Passanten?

Mittlerweile gibt es Rentner, die nachts nicht mehr gut schlafen können, weil sie in den Nachrichten gehört haben dass Deutschland von einer Rating-Agentur herabgestuft werden soll. Vor wenigen Jahren wusste noch niemand, was eine Rating-Agentur überhaupt ist ... und mir ist es als gelernter Banker und Wirtschaftswissenschaftler mittlerweile scheißegal, was diese Idioten sich ausrechnen. Kann man mein Glück berechnen? Meine Zufriedenheit in ein Rating bringen? Wird auf meinem Grabstein eine Ziffer für meine Bonität stehen?

In diesem Sinne: Bleibt frohgemut, alles wird gut! Und das Schlechte nehmen wir als Prüfung für unseren Optimismus an - et kütt wie et kütt ...

Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht
Guido M. Breuer

Freitag, 16. Dezember 2011

Nach alter Mörder Sitte



Opa Bertolds vierter Fall: KBV im Frühjahr 2012

Opa Bertold steht unter Hochspannung, denn ein lang gehegter Wunsch scheint sich endlich zu erfüllen. Ausgrabungen in der Nordeifel sollen das Schlachtfeld finden, auf dem Julius Cäsar seine bitterste Niederlage im gallischen Krieg hat einstecken müssen.
Zur gleichen Zeit taucht ein geheimnisvolles Bild auf, das aus der Kölner Schule des mittelalterlichen Meisters Stephan Lochner zu stammen scheint. Eine der dargestellten Personen weist eine beängstigende Ähnlichkeit mit dem alten Hobbykriminalisten auf. Als Opa Bertold beginnt, der Herkunft des Bildes hinterher zu forschen, weist eine erste Spur zu seiner Überraschung auf seine eigene, seit vielen Jahren vermisste Tochter hin. Und schließlich geschieht ein Mord – nach historischem Vorbild kopiert.
Lorenz Bertold wird mit einem Fall konfrontiert, wie er persönlicher nicht sein könnte. Die antike Geschichte der Eifel und die dunklen Flecken seiner eigenen Vita münden in eine Serie von rätselhaften Verbrechen. Historische Morde wiederholen sich plötzlich. Diese aufzuklären bedeutet für Lorenz gleichzeitig, die drängendste Frage seines Lebens endlich beantwortet zu bekommen. Aber wird ihm diese Antwort gefallen?